February 26, 2017

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Merc Schneider


Vor 56.000 begeisterten Zuschauern feiert die DTM in Hockenheim ein gelungenes comeback. Den Anstrengungen von Mercedes und Opel ist es zu verdanken, daß ein ausreichend großes und qualitativ erstklassiges Starterfeld zusammengekommen ist. Mercedes oder Opel? Wer hat seine Hausaufgaben am besten gemacht? Nach dem Training kristallisiert sich eine leichte Favoritenrolle für die Mercedes Teams heraus, vor allem die AMG Autos scheinen leichte Vorteile zu haben. Routinier Bernd Schneider läßt keinen Zweifel an seiner Absicht, den letzten Titelgewinn in der “alten” DTM zu wiederholen: schon im Training ist er der schnellste und die beiden Rennen unterstreichen eindrucksvoll seine Favoritenstellung. Konkurrenz erwächst ihm vor allem durch die jungen DTM Piloten, allen voran sein Teamgefährte Marcel Fässler, sowie Opel Pilot Timo Scheider, die schon im Training andeuten, daß mit ihnen zu rechnen ist.


Marcel Fassler Timo Schneider

Timo Schneider / Marcel Fässler


Manuel Reuter

Manuell Reuter am Start zum Rennen


Bernd Schneider hatte im 1. Rennen eigentlich nur einen Gegner zu fürchten: Manuel Reuter im Phoenix-Astra. Aber schon nach wenigen hundert Metern bringt sich Reuter durch einen Fahrfehler um alle Chancen. Nach dem Verbremser findet er sich auf Platz 10 wieder und beginnt eine eindrucksvolle Aufholjagd, die ihn noch bis auf den dritten Platz nach vorn bringt. Um den 2. Platz duellieren sich die Youngsters Fässler und Scheider, der Mercedes Pilot ist am Ende der glückliche zweite, während sich Scheider noch dem entfesselt fahrenden Reuter geschlagen geben muß.


AMG Mercedes

Marcel Fässler AMG-Mercedes


Opel Astra

Jockel Winkelhock im Opel Astra V8


Der zweite Lauf wird durch einen heftigen Regenschauer geprägt, der das Pace Car auf die Strecke und die Fahrzeuge an die Box zum Reifenwechsel zwingt. Einzig Marcel Tiemann riskiert es, mit Slicks weiterzufahren, was sich angesichts der teilweise überfluteten Strecke natürlich als fatale Fehlentscheidung erweist. Als Tiemann endlich an den Boxen steht, um die Pneus zu wechseln, ist die Konkurrenz auf und davon. Allen voran wiederum Bernd Schneider, der sich den Sieg auch im 2. Lauf nicht mehr nehmen läßt. Timo Scheider übernimmt diesmal die Rolle des “Aufholjägers”. Sein Astra dreht sich nach einer heftigen Begegnung mit Manuel Reuters Opel und Scheider fällt weit zurück. Am Ende jedoch wird er noch vierter, sein Durchmarsch nach vorn bezeugt sein beeindruckendes fahrerisches Talent. Reuter selbst ergeht es weitaus schlechter, auch er landet kurzzeitig neben der Strecke, fällt weit zurück und beendet das Rennen an 13. Stelle. Marcel Fässler belegt am Ende wieder den zweiten Platz vor dem besten Opel, gefahren von Michael Bartels.


Audi TT

Einer der Abt Audi TT-R vor den Boxen während des Trainings.


Lobend erwähnt werden müssen die Anstrengungen und der sportliche Einsatz des Abt-Audi Teams, die trotz eines langen Rückstandes in der Vorbereitung der Autos, tapfer mitmachen und alles versuchen, dem TT-R das Laufen beizubringen. Ergebnisse bringt das erste Rennen noch nicht, aber die Saison ist noch lang und es kann durchaus sein, daß wir die gelben Coupes bald auch an der Spitze des Feldes auftauchen sehen.

Fazit:

Eine gelungene Veranstaltung, der Zweck, die Wiederbelebung der DTM wurde erreicht, wozu neben den Rennen selbst auch die gekonnt inszenierte Fahrer – und Teampräsentation beigetragen hat.

DTM

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